Wer ist betroffen?
Vor allem Frauen nach der Menopause, aber auch Männer sind betroffen. Hauptursachen sind das zunehmende Alter und sinkende Östrogenspiegel. Weitere Risikofaktoren sind:
- Bewegungsmangel
- Chronische Grunderkrankungen
- Hochdosierte Glucocorticoidtherapie
In Deutschland leben etwa 6 Millionen Menschen mit Osteoporose, mit jährlichen Gesundheitskosten von rund 13,8 Milliarden Euro.
Symptome &
klinische Bedeutung
Osteoporose bleibt häufig lange symptomlos und wird oft erst durch sogenannte Fragilitätsfrakturen erkannt. Typische BrĂ¼che sind Wirbelkörperfrakturen und Schenkelhalsfrakturen.
Diese treten oft schon bei geringer Belastung auf und sind ein Warnsignal.
Diagnostik der Osteoporose
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Erhebung der Krankengeschichte und Bewertung des Knochenbruchrisikos
- z. B. mit dem DVO-Frakturrisikorechner
Knochendichtemessung (DXA) in der Radiologie oder Orthopädie
- Nachweis verminderter Knochendichte
Bestimmung des Frakturrisikos und Diagnostik der Osteoporose
- Nachweis von Frakturen und Ausschluss anderer Ursachen
KI‒basierte
FrĂ¼herkennung
KI unterstĂ¼tzt die Osteoporose-FrĂ¼herkennung:
- Automatisierte KI-Analyse bestehender Skelettröntgenaufnahmen auf Hinweise einer verminderten Knochendichte – ohne zusätzliche Untersuchungen
- FrĂ¼hzeitige Identifikation von Risikopatient:innen zur rechtzeitigen Prävention, Diagnostik und Therapie
Leitlinien
Die aktuelle DVO-Leitlinie (2023/2026) empfiehlt:
- Basisdiagnostik bei Frauen ab 50 Jahren (nach der Menopause)
- Bei Männern ab 50 Jahren bei vorhandenen Risikofaktoren
Eine frĂ¼hzeitige Risikoabschätzung ist entscheidend fĂ¼r den Therapieerfolg.
Lebensstil & Prävention
Aktiv bleiben und Risiken minimieren.
Ein gesunder Lebensstil ist wichtig
- RegelmĂ¤ĂŸige Bewegung (vorzugsweise im Freien)
- Erhalt der Mobilität
- Konsequente Sturzprophylaxe
Zusätzlich wichtig
- Untergewicht vermeiden (BMI > 20 anstreben)
- Immobilisation vermeiden
Verzicht auf
- Rauchen
- ĂœbermĂ¤ĂŸigen Alkoholkonsum
Alkohol in grĂ¶ĂŸeren Mengen schwächt den Knochenstoffwechsel und erhöht das Frakturrisiko.
- Phosphatreiche Lebensmittel
z. B. stark verarbeitete Produkte, Cola oder Fast Food, da ein hoher Phosphatgehalt den Knochenabbau fördern kann.
Abgrenzung zu anderen Knochenerkrankungen
Osteoporose ist nicht gleich Osteomalazie
- Osteoporose/Osteopenie: Verminderte Knochendichte
- Osteomalazie: Gestörte Mineralisierung des Knochens bei erhaltener Struktur
Therapie & Behandlung
Die Behandlung basiert auf mehreren Säulen:
Basistherapie:
- Vitamin D3
UnterstĂ¼tzt die Aufnahme von Calcium aus dem Darm und ist entscheidend fĂ¼r stabile Knochen. Ein Mangel ist sehr häufig: In den Herbst‒ und Wintermonaten haben schätzungsweise bis zu 60–80% der Menschen zu niedrige Vitamin‒D‒Spiegel.
- Calcium
Wichtiger Baustein des Knochens: sollte ausreichend Ă¼ber Ernährung oder ggf. Nahrungsergänzung zugefĂ¼hrt werden.
Medikamentöse Therapie:
- Antiresorptiv: z. B. Bisphosphonate, Denosumab
Diese Medikamente bremsen den Knochenabbau, sodass mehr Knochensubstanz erhalten bleibt und das Risiko fĂ¼r KnochenbrĂ¼che sinkt.
- Osteoanabol: z. B. Teriparatid
Diese Therapie fördert gezielt den Aufbau neuer Knochensubstanz und wird vor allem bei schwerer Osteoporose eingesetzt.
Häufigkeit & Altersverteilung
Eine Erkrankung des höheren Lebensalters
Die Prävalenz steigt mit dem Alter deutlich an: Eine Erkrankung des höheren Lebensalters
Unter 45 Jahre: unter 1%
Ab 50 Jahre:
Frauen: ca. 22,6%
Männer: ca. 6,6%
Ăœber 70 Jahre:
Frauen: rund 45%
Männer: etwa 17%
Damit betrifft Osteoporose vor allem alte Menschen - insbesondere Frauen
Ă¼ber 70 Jahre.
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